Medienfreiheit ohne Grenzen?
Medienfreiheit ist ein für demokratische Gesellschaften konstitutives Menschenrecht. In EU-Mitgliedsstaaten wie Ungarn, Tschechien und der Slowakei wird die unabhängige Presse in ihrer Existenz gefährdet. Ziel der internationalen Konferenz ist es, die Bedeutung des freien Journalismus insbesondere in Krisenzeiten herauszustreichen und Medienschaffende bei der Strategieentwicklung mit der Zivilgesellschaft zu vernetzen.
Freitag, 20. Februar 2026, 14.00 – 18.00 Uhr
Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien, Währinger Straße 29, Hörsaal 2, 2. Stock, 1090 Wien
Begrüßung:
Jörg Matthes (stv. Leiter, Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft)
Fritz Hausjell (Präsident Reporter ohne Grenzen Österreich)
Vorträge und Diskussion:
- Beata Balogová (Chefkommentatorin SME; Bratislava)
- Pavla Holcová (Chefredakteurin investigace.cz; Prag)
- Edit Inotai (Centre for Euro-Atlantic Integration and Democracy; Budapest)
- Antoine Bernard (RSF-Direktor Advocacy und Rechtshilfe; Paris)
Moderation: Barbara Tóth (Vorstandsmitglied Reporter ohne Grenzen Österreich)
Weiterer Programmpunkt:
Führung durch die internationale Ausstellung Fotografien der Welt von morgen anlässlich 40 Jahre Reporter ohne Grenzen.
Konferenz in englischer Sprache – der Eintritt ist frei!
Um Anmeldung wird gebeten unter: info@rog.at
Eine gemeinsame Veranstaltung von Reporter ohne Grenzen (RSF) Österreich und dem Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien.
Kurzbiographien:
Beata Balogová ist eine preisgekrönte Journalistin; von 2014 bis 2025 war sie Chefredakteurin der slowakischen Tageszeitung und Nachrichtenwebsite SME und ist derzeit Chefkommentatorin; 2020 erhielt sie den European Press Prize in der Kategorie Meinung und wurde dreimal mit nationalen Journalismuspreisen in der Slowakei ausgezeichnet; sie ist Mitglied im Vorstand des European Press Prize und war von 2016 bis 2022 stellvertretende Vorsitzende des Exekutivrats des International Press Institute.
Pavla Holcová ist investigative Journalistin und Gründerin des unabhängigen Nachrichtenportals und OCCPR-Mitglieds investigace.cz; sie hat an großen grenzüberschreitenden Projekten wie den Panama Papers, den russischen und aserbaidschanischen Laundromats, dem Pegasus-Projekt, den Pandora Papers und dem Russian Asset Tracker mitgewirkt; sie ist Preisträgerin des ICFJ Knight International Journalism Award und hat zusammen mit Arpád Soltész und Eva Kubániová den Anthony Lewis Prize Award des World Justice Project gewonnen.
Edit Inotai war von 2003 bis 2007 als Korrespondentin in Berlin und bis 2014 als Auslandskorrespondentin der führenden Tageszeitung Népszabadság tätig; später wechselte sie zur Wirtschaftswochenzeitung Figyel?, die 2017 von der Regierung übernommen wurde; aktuell arbeitet sie für den deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehsender ARD und die investigative Nachrichtenseite Balkan Insight in Budapest und als Vorstandsmitglied des in Budapest ansässigen Thinktanks Centre for Euro-atlantic Integration and Democracy (CEID).
Antoine Bernard ist Rechtsanwalt und Direktor für Advocacy und Rechtsstreitigkeiten bei Reporter ohne Grenzen (RSF) International; Co-Direktor des Masterstudiengangs für Menschenrechte und humanitäre Hilfe an der Sciences Po (PSIA).
Mehr Infos unter: https://www.rog.at/konferenz-medienfreiheit-ohne-grenzen/
Mit Unterstützung von:

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